"Sie planen deine Altersarmut!" - Die Kampagne zur Wahl 2017

Viele Arbeitnehmer*innen haben die Sorge, im Alter nicht mehr vom eigenen Geld leben zu können. Wird die aktuelle Rentengesetzgebung fortgeschrieben, dann droht das Thema „Altersarmut“ zum festen Bestandteil in Deutschland - einem der reichsten Länder der Welt - zu werden. 

Prekäre Arbeit und Niedriglöhne führen zu Renten, die zur Existenzsicherung im Alter nicht ausreichen, und ein Großteil der Erwerbsminderungsrenten liegen unter Grundsicherungsniveau. Und das sinkende Rentenniveau trägt dazu bei, dass Beschäftigte immer länger in die Rentenversicherung einzahlen müssen, um eine Rente oberhalb der Armutsgrenze zu erreichen.

Es ist an der Zeit zu handeln! Genau das wird die KAB als Sozialverband tun. 

Sensibilisieren - anmahnen - Perspektiven diskutieren, Unterstützung und Sympathie sammeln für das "Cappuccino-Modell" - der Entwurf für die Rente der Zukunft.

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Sozialwahl 2017

Dreifach christlich. Einfach menschlich. 

"Gut, wenn sich drei für Sie stark machen". Mit den Dreien sind neben der KAB auch das Kolpingswerk und der BVEA gemeint, erklärte Dieter Wagner bei seinem Referat anlässlich der KAB-Landesversammlung Ende Oktober in Nürnberg. 
Der christlichen Sozialethik soll in Politik und Gesellschaft Gehör verschafft und die Solidarität und Gerechtigkeit in den gesetzlichen Sozialversicherungen gestärkt werden. 

Sozialwahl - was ist das?

 

  • Die Versicherten der gesetzlichen Sozialversicherungsträger, d.h. der Krankenkassen, der Rentenversicherung und der Unfall-versicherung/-Berufsgenossenschaften wählen ihre Parlamente.
  • Sie nehmen Einfluss auf die Entscheidungen der einzelnen Sozialversicherungsträger. 
  • Fast 50 Millionen Bürger in Deutschland stimmen ab, wer sie bei Entscheidungen vertritt. 

 

 

Weitere Infos sh. auch www.aca-online.de 

 

 

Bei Parteitag: Bürger fordern CSU auf, TTIP und CETA abzulehnen

Rund 400 000 Unterschriften gegen TTIP und CETA an Minister Christian Schmidt übergeben

München, 20.11.2015. Vor dem CSU-Parteitag in München forderten etwa zweihundert Bürger die CSU mit einer Protestaktion auf, die umstrittenen Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA mit den USA und Kanada abzulehnen. Bayern habe von den Abkommen wenig Vorteile für einige Konzerne, aber große Risiken für Landwirtschaft, klein- und mittelständische Betriebe und die kommunale Selbstverwaltung sowie Demokratie zu erwarten.

Rund 400 000 Bayern haben bereits die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA unterzeichnet. Die Unterschriften wurden bei der Aktion an Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) übergeben.

In einer repräsentativen Umfrage in Bayern in der vergangenen Woche verlangten 69% der Befragten, dass Bayern im Bundesrat gegen TTIP stimmen oder sich zumindest enthalten solle. 55% hielten dabei TTIP für eine schlechte Sache für Deutschland.

Zu der Aktion hatten sieben Bürgerorganisationen aufgerufen: Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL), BUND Naturschutz in Bayern, Campact, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Mehr Demokratie, Naturfreunde Bayern und Umweltinstitut München.

Zitate:

"Wir appellieren an die CSU Delegierten die "roten Linien" einzuhalten und  TTIP und CETA endlich eine Absage zu erteilen, damit Klimaschutz und Gentechnikfreiheit in Bayern und ein Welthandel, der Armut und Hunger bekämpft, nicht auf der Strecke bleibt." sagt Christian Hierneis, Kreisvorsitzender München des BUND Naturschutz in Bayern.

“400 000 Unterschriften gegen TTIP und CETA sowie aktuelle Umfragen zeigen: Die Bayern wollen keine Konzernabkommen. Seehofer muß jetzt im Interesse der Bürger einen Kurswechsel einleiten.” fordert Michael Stanglmaier von Campact.

“Was wir brauchen ist eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung, die die Bedürfnisse der Armen und Ausgeschlossenen, die Rechte der arbeitenden Menschen und die Bewahrung der Schöpfung in den Mittelpunkt stellt. Das Transatlantische Freihandelsabkommen steht dem unvereinbar entgegen,” sagt Rainer Forster von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB).

“TTIP und CETA sind intransparent und undemokratisch. Wenn der CSU etwas an demokratischen Werten liegt, muss sie die bayerische Bevölkerung miteinbeziehen und ihren Kurs ändern”, so Simon Strohmenger von Mehr Demokratie - Bayern.

“TTIP und CETA haben wenig mit Freihandel zu tun. Wir NaturFreunde betrachten die Abkommen  vielmehr als ein willkommenes Einfallstor für die internationalen Konzerne zur Beseitigung der lange erkämpften Arbeitnehmerrechte und als Gefährdung unserer bayerischen mittelständischen Betriebe, die stets das Rückgrat unserer erfolgreichen Wirtschaftspolitik gewesen sind”, beschreibt Christine Eben die Position der Naturfreunde.

“TTIP und CETA öffnen Tür und Tor für gentechnisch manipulierte Lebensmittel. Wenn die CSU Bayern frei von Gentechnik halten möchte, dann darf sie diesen Abkommen nicht zustimmen”, sagt Karl Bär vom Umweltinstitut München. 

Du bist kein Sklave!

Du bist kein Sklave! 

CAJ kämpft gegen prekäre Arbeitsbedingungen!

Leiharbeit, Befristungen, Dauerpraktika, Niedriglohn und Missbrauch von Werkverträgen sind heute leider auch insbesondere für junge Menschen keine Ausnahme mehr. 

Wir fordern: Menschenwürdige Arbeit muss sicher, unbefristet, fair bezahlt, mit Rechten der Arbeitnehmermitbestimmung ausgestattet und sozialversicherungspflichtig sein. Der Mensch muss als „human ressource“ im Mittelpunkt stehen. Getreu dem Motto der CAJ: Jeder Mensch ist mehr wert als alles Gold der Erde! Wie es der Gründer der CAJ, Kardinal Joseph Cardijn, ausdrückte.

Unterstützt wird die CAJ Bayern vom eigens erfundenen virtuellen Heiligen Prekarius/ Prekaria, dem/ der „Schutzpatron/-in“ gegen prekäre, also unsichere Arbeitsverhältnisse. Mit dieser handgefertigten „Holzfigur“, die eine leere Hosentasche zeigt, will die Christliche Arbeiterjugend gemeinsam mit der KAB auf Missstände in der Arbeitswelt hinweisen.

Wir sind bei dir vor Ort aktiv: Am 29.2.2016 ist der Gedenktag des virtuellen Heiligen Prekarius, der prekärste Tag, der nur alle 4 Jahre wiederkehrt. Im Vorfeld tourt Prekarius/ Prekaria unter dem Motto „Du bist kein Sklave! Du bist mehr wert als alles Gold der Erde“ durch ganz Bayern und setzt sich mit CAJlern und der KAB auch bei dir vor Ort für gerechte Arbeitsbedingungen ein. Mehr Infos unter www.caj-bayern.de

Wir fragen bei Politikern nach: Am 27.2.16 findet in München ein jugendpolitischer Frühschoppen in München statt.  Wir wollen wissen was die Politik unternimmt und haben dazu die bildungspolitischen Sprecher des bayerischen Landtages eingeladen. Als Schirmherr hat bereits Matthias Jena vom DGB zugesagt. 

Corinna Reiner (CAJ-Landessekretärin)