Erklärung der Landesversammlung der KAB Bayern
zum Erfolgsmodell der gleichberechtigten Mitwirkung und Teilhabe von Frauen und Männern in Führungsgremien der KAB am 27. November 2009 in München
Die KAB Bayern spricht sich anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Parität in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung dafür aus, dieses Erfolgsmodell allen politischen Akteuren gesellschaftspolitischer Prozesse zur Nachahmung zu empfehlen.
Darüber hinaus sollen staatliche und staatlich geförderte Einrichtungen sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften per Gesetz dazu verpflichtet werden, bei der Berufung und Beauftragung von Personen in diese Gremien Frauen und Männer in gleicher Zahl und gleichberechtigt zu berücksichtigen.
Im Jahr 1959 wurde auf dem Verbandstag des Katholischen Werkvolkes in Passau die Parität von Frauen und Männern als gleichberechtigte Führungspersonen auf allen Vorstandsebenen des Verbandes satzungsrechtlich verankert.
Die Parität war das Ergebnis eines fast 10-jährigen Kampfes der Frauen aus den ehemals eigenständigen Katholischen Arbeiterinnenvereinen, die sich bei der Verbandsneugründung nach dem 2. Weltkrieg mit den Katholischen Arbeitervereinen zusammengeschlossen haben.
In den zurückliegenden 50 Jahren ist die Parität – nach ständigem und intensivem Ringen um eine gute praktische Umsetzung durch die gewählten weiblichen und männlichen Vorsitzenden – zu einem Erfolgsmodell geworden.
Frauen und Männer sind in der KAB – auch wegen der Parität – in etwa gleicher Anzahl als Mitglieder organisiert. Dies spiegelt sich in der paritätischen Besetzung von Ämtern in den verbandlichen Gremien und Vorständen, z.B. seit 2003 in der Bundesleitung und seit 2007 im Bundesvorstand der KAB Deutschlands, wider.
Die KAB ist damit Vorbild für alle gesellschaftspolitischen Gruppierungen, z.B. Verbände und Parteien, in denen Frauen und Männer zusammenwirken und gemeinsam die politische Verantwortung tragen.








