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Betriebsrat 2010

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Betriebsräte - gelebte Solidarität!

Wer sich der Wahl zum Betriebsrat stellt, verdient größten Respekt und Anerkennung. Dieses Engagement ist ein wesentlicher Beitrag für eine konstruktive Interessenvertretung im Betrieb. Wir ermutigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Eine große Wahlbeteiligung zeigt, dass alle eine gute Zukunft des Unternehmens fördern wollen; sie stärkt die Betriebsräte. Für die neu und wieder gewählten Betriebsräte ist eine breite demokratische Legitimierung ein Fundament, das auch durch schwierige Zeiten trägt. Dies betonen auch die beiden Kirchen in ihrem gemeinsamen Aufruf zu den Betriebsratswahlen.

Kreller
Mit großer Mehrheit wurde Hannes Kreller, Referatsleiter der KAB Deutschlands bei der 19. Landesbezirkskonferenz in den Vorstand des DGB Bayern gewählt. Seit über 10 Jahren vertritt Hannes Kreller neben Sozialpfarrer Friedemann Preu vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) die christlichen Arbeitnehmerorganisationen im Vorstand des bayerischen DGB.

50 Jahre Parität

Fritz Schösser: Verantwortliche für die Krise zur Kasse bitten

Der scheidende bayerische DGB-Landesbezirksvorsitzende Fritz Schösser kritisierte beim Neujahrsempfang der KAB Bayern in München die Sozialpolitik von Union und FDP leidenschaftlich.
Er kündigte für den DGB an, „auf breiter Front gegen die Gesundheitspläne der schwarz-gelben Koalition mobil“ zu machen. Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete bezeichnete es als einen „politischen Skandal“, dass einerseits Bankern Milliarden überreicht wurden und Hoteliers „ein Weihnachtsgeschenk“ erhielten, während andererseits die deutschen Sozialsysteme zum Lastesel gemacht würden.

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Juma Eichstätt
Fast vierhundert Teilnehmer folgten dem Aufruf zu einer Solidaritäts- kundgebung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der insolventen Firma JUMA. Initiator dieser Aktion war u.a. die KAB in Eichstätt. 

KAB Bayern trifft Erzbischof Reinhard Marx

Wesentliche Gesprächspunkte waren:

  • Ladenschlußzeiten und Allianzen für den Sonntag
  • Gerechter Lohn und Grundeinkommen
  • Entwicklung der kirchlichen Verbände
Seehofer Rüb-Hering Schiedermaier

Ministerpräsident Seehofer im Gespräch mit Vertretern der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa): „Arbeitnehmer dürfen nicht Verlierer der Wirtschaftskrise werden“

Bei einem Gespräch in der Staatskanzlei würdigten Ministerpräsident Horst Seehofer und Vertreterinnen und Vertreter der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa) die Bedeutung, die sozialen Aspekten gerade in der Überwindung der aktuellen Wirtschaftskrise zukommt. „Man muss aus der Krise Lehren ziehen und darf nicht nach einem Schockmoment in alte Verhaltensmuster zurückfallen“, unterstrich Ministerpräsident Seehofer im Hinblick auf die gesamtgesellschaftliche Verantwortung von Entscheidungsträgern insbesondere in der Wirtschaft. Die Werte der Sozialen Marktwirtschaft müssten wieder umfassend Geltung erlangen. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht zu den Verlierern der Wirtschaftskrise werden dürften.

KAB kritisiert Zusammensetzung der Expertenkommission „Zukunft soziale Marktwirtschaft“

Edgar Schiedermeier Landesvorsitzender KAB in Bayern

Landesvorsitzender Edgar Schiedermeier: "Es fehlen Gewerkschaften und Umweltexperten"

München, 30 April 2009. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Bayern kritisiert die Zusammensetzung der Expertenkommission „Zukunft der sozialen Marktwirtschaft“ der Bayerischen Staatsregierung. Die KAB bemängelt vor allem die Wirtschaftslastigkeit, die geringe Anzahl von Frauen und das Fehlen von Gewerkschaftsvertretern und Umweltexperten in dem Gremium. Der elfköpfigen Kommission gehört nur eine Frau, nur ein Betriebsratsvorsitzender, aber drei Unternehmensvorstände, sowie weitere Interessenvertreter der Wirtschaft an. Gewerkschafter sind gar nicht vertreten.

Ausdrücklich begrüßt die KAB die Ernennung des Münchener Erzbischofs Reinhard Marx zum Kommissionsmitglied. Auf besondere Kritik stößt die Ernennung des Ifo-Chefs Hans-Werner Sinn. Der Landesvorsitzende der KAB Bayerns, Edgar Schiedermeier, ehemaliges Mitglied des Europaparlaments sagte dazu: „Es ist völlig unerklärlich, wie Herr Sinn, der stets einer neoliberalen Politik, der Privatisierung von sozialer Sicherung und dem Abbau von Arbeitnehmerrechten das Wort geredet hat, jetzt der Bayerischen Staatsregierung einen vernünftigen Rat erteilen soll. Da wird der Bock zum Gärtner gemacht.“

Der KAB-Landesvorsitzende hätte sich aber auch gut vorstellen, dass ein Sozialexperte der KAB-Deutschlands berufen worden wäre: „Die KAB hat nicht nur maßgeblich an der Ausgestaltung der heutigen sozialen Sicherungssysteme mitgedacht und mitgearbeitet, sondern hat auch ein zukunftsweisendes, solidarisches Rentenmodell entwickelt, das mittlerweile von allen wichtigen katholischen Verbänden vertreten wird.“

Die KAB Bayerns fordert Ministerpräsident Horst Seehofer auf, die Zusammensetzung der Kommission zu verändern oder zumindest zu erweitern und den Arbeitnehmervertretern dort eine stärkere Position zu verschaffen. „Lieber dauert es jetzt noch ein paar Wochen länger und dafür wird das dann auch was. Schließlich löffeln wir derzeit die Suppe aus, die uns die Wirtschaftsvorstellungen eines Herrn Sinn und anderer, auch bayerischer Wirtschaftsführer eingebrockt haben“, so Schiedermeier.

„Herkunft muss sich wieder lohnen" - oder: die neue alte deutsche Elite

Es ist zurzeit durchaus aufregend, den Wirtschaftsteil der Zeitung zu lesen. Bankhäuser, Nationalökonomien und alle Prognosen brechen in einem atemberaubenden Tempo zusammen, die Ideologie der Marktgläubigen kollabiert weltweit im Zeitraffertempo. Nur eines bleibt gleich, zumindest in Deutschland: wer oben und wer unten ist. Zwei Personalwechsel im Bankenbereich illustrieren das sehr gut: Martin Blessing übernimmt die Spitze der Commerzbank, Axel Wieandt wird Nachfolger des geschassten, aber gut gepolsterten Georg Funke, der die Hypo Real Estate in ein Desaster geführt hat.

Engelen-Kefer

Dr. Ursula Engelen-Kefer, Mitglied im SPD-Parteivorstand: Finanzkrise und Sozialstaat - Stärkung von Binnenmarkt und Sozialstaat - Sechs Sündenfälle der "Reformpolitik"

Noch nie haben wir so nahe am Zusammenbruch eines immer enger vernetzten Weltfinanzsystems gestanden. Noch nie mussten Staaten in der Rolle des Retters in der Not derart bis an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten einspringen. Hunderte von Millionen Menschen in allen Teilen der Welt müssen am eigenen Leibe erfahren was es heißt: Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten in unvorstellbaren Dimensionen.

Höhere Arbeitslosigkeit und Einkommensunterschiede

Denn wieder sind es die unteren bis mittleren sozialen Schichten, die in der auch in Deutschland begonnenen Wirtschafts-Rezession mit einem weiteren Absinken ihres Lebensstandards die Zeche zahlen müssen. Dabei waren sie es, die in den zurückliegenden Jahren des Wirtschafts-und Finanzbooms am wenigsten profitieren konnten. Wegen der weltweiten Wirtschaftskrise sagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bis 2010 in Deutschland einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 700 000 Menschen voraus. „Hart getroffen" werde die deutsche Volkswirtschaft von einbrechenden Exporten, was im Jahr 2009 entscheidend zu einer Schrumpfung der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 0,9 Prozent beitragen werden. Gleichzeitig wirft die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem Bericht über die internationale Lohnentwicklung ein alarmierendes Schlaglicht auf die Gefährdung der Arbeitnehmer auch in Deutschland: Unter den Industrieländern zählen die Bundesrepublik , Polen und die USA zu jenen Staaten, in denen der Abstand zwischen hohen und niedrigen Einkommen am höchsten ist und sich die Kluft am raschesten vergrößert habe. Nach dem ILO-Bericht sind die Reallöhne in Deutschland zwischen 2001 und 2007 jährlich um durchschnittlich lediglich 0,51 Prozent gestiegen, was nicht zuletzt auch auf die besonders starke Ausweitung der Niedriglohnsektoren zurückzuführen ist.

Lieber Sonntag

Sonntagsarbeit Sonntag Lieber Sonntag

Pünktlich zum 3. März, dem Internationalen Tag des freien Sonntags erscheint das Buch: "Lieber Sonntag", von Erwin Helmer/ Martina Berndt-Hoffmann/ Ulrich Hoffmann, 120 Seiten, farbig, zum Preis von 4,50 Euro, mit Unterstützung der Allianz für den freien Sonntag. Es enthält 80 Erfahrungen, Texte, Rituale zum Sonntag von 25 Autoren. Bezug über Betriebsseelsorge/KAB Diözese Augsburg, Weite Gasse 5, 86150 Augsburg, Tel. 0821 - 3152190, E-Mail:dioezesansekretariat@kab-augsburg.org Lieferbar ab 1.März!