
Mit großer Mehrheit wurde Hannes Kreller, Referatsleiter der KAB Deutschlands bei der 19. Landesbezirkskonferenz in den Vorstand der KAB Bayern gewählt. Seit über 10 Jahren vertritt Hannes Kreller neben Sozialpfarrer Friedemann Preu vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) die christlichen Arbeitnehmerorganisationen im Vorstand des bayerischen DGB.
In vielen Bereichen gab es bereits in den vergangen Jahren inhaltliche Berührungspunkte und gemeinsame Bündnisse zwischen dem DGB und der KAB, der Katholischen Betriebsseelsorge, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (afa) sowie dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evangelisch- Lutherischen Kirche in Bayern (KDA). Neben der gegenseitigen Unterstützung in betrieblichen Auseinandersetzungen sind vor allem die „Allianz für den Freien Sonntag“, Initiativen zum Ladenschluss oder gemeinsame Aktivitäten zur Leiharbeit Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit.
Vertreter/innen
der katholischen und evangelischen Arbeitnehmerschaft treten als Redner und
Rednerinnen bei DGB-1. Mai-Veranstaltungen, Kundgebungen oder
Tarifauseinandersetzungen auf. Viele gemeinsame Veranstaltungen in den
DGB-Regionen verstärken die enge Kooperation zwischen den Organisationen. Der
fachliche Austausch wurde regelmäßig gepflegt: Gemeinsame Anliegen in der
Frauenarbeit zeugen davon ebenso wie Diskussionen über Sozialpolitik,
Leiharbeit, prekäre Beschäftigung und Mindestlohn. Gerade beim
DGB-Volksbegehren „Mindestlohn“ waren die christlichen
Arbeitnehmerorganisationen wichtige Unterstützer und Träger der Initiative.
Im Sozialen Netz Bayern, einer Initiative des DGB Bayern treten DGB und KAB gemeinsam mit 17 Kooperationspartner dafür ein, dass die Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und die Sorge für sozial Schwache Kernaufgaben des Staates sind und bleiben.
Gemeinsame
Positionen zu Bildung, Arbeit und Armut in Bayern, unter anderem Schulische
Ganztagesangebote, Existenzsichernde Entlohnung (Mindesteinkommen), Höhere
Rentenansprüche für Arbeitslosengeld-II-Empfänger und eine Wiedereinführung der
„Rente nach Mindesteinkommen“, machen das Soziale Netz Bayern zu einem
wichtigen Faktor in der politischen Auseinandersetzung für soziale
Gerechtigkeit in Bayern.






