Gute Arbeit

Fachgespräch bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg

Auf Initiative des Diözesanverbands Eichstätt der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) fand Mitte Oktober in der Bundesagentur für Arbeit ein prominent besetztes Fachgespräch statt. Vertreterinnen und Vertreter aus den drei Diözesanverbänden Eichstätt, Regensburg und Augsburg waren ebenso gekommen wie der Bundesvorsitzende Andreas Luttmer-Bensmann, Anne Krumpp von der kifas GmbH und der Eichstätter Diözesanratsvorsitzende Dr. Christian Gärtner. Dem Gremium standen der Vizedirektor des IAB Prof. Dr. Ulrich Walwei und der Personalvorstand Michael Kühn als Gesprächspartner zur Verfügung.

Die Frage nach der Zukunft der Arbeit auf der Folie der Digitalisierung stand im Mittelpunkt des Fachgesprächs, das am 16.Oktober 2019 in der Bundesagentur für Arbeit stattfand. Dem Eichstätter KAB-Diözesansekretär Kurt Schmidt war es gelungen, eine kompetente Runde zusammenzustellen: so stellte der Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Prof. Dr. Ulrich Walwei die wichtigsten Erkenntnisse aus der Forschung zum Thema vor. Er beschrieb die Digitalisierung als einen der Treiber des Wandels in der Arbeitswelt, der aber bei weitem weniger fatal ausfallen werde als das stets dargestellt werde. Allein durch die digitale Veränderung wird Deutschland per Saldo lediglich 60.000 Arbeitsplätze verlieren, allerdings bedeutet das auch, dass etwa ebenso viele Arbeitsplätze verloren gehen wie an anderer Stelle neu entstehen (etwa 1,4 Mio). Gleichzeitig betonte er, dass der Wandel schwerwiegende Auswirkungen auf den Begriff der Arbeitszeit haben wird.

Danach stellte Personalvorstand Michael Kühn die sich daraus ergebenden wesentlichen Herausforderungen für einen Arbeitgeber mit immerhin 100.000 Beschäftigten vor. Er beschrieb den Wandel im Bewusstsein der Beschäftigten wie die Notwendigkeit, auch weiterhin als attraktiver Arbeitgeber zu erscheinen. Dies umfasst nicht nur den Blick auf die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch auf deren Zufriedenheit – die besten Selbstzuschreibungen seien nichts wert, wenn sie nicht gelebt werden. Zudem betonte er, dass die Agentur radikal aus Sicht der Kundenperspektive agiere: „Es bringt mir nichts, wenn die Ergebnisse stimmen, aber die Kunden unzufrieden sind.“ Mit Blick auf die Digitalisierung erläuterte er, dass all diejenigen Arbeitsplätze ersetzt werden, bei denen sich dies wirklich lohnt. Bei seinem Abschied betonte KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann die besondere Bedeutung von derartigen Austauschmöglichkeiten.

Gut Wirtschaften - Fahrkarte in die Zukunft

  • Gut wirtschaften muss Produktions- und Wirtschaftskreisläufe in den Blick nehmen.

  • Gut wirtschaften bedeutet, Verantwortung für die Folgen von Produktion und Konsum zu übernehmen.

  • Gut wirtschaften bedeutet, den Menschen und seine unterschiedlichen Formen der Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen, damit für jetzige Generationen soziale Gerechtigkeit wächst und für spätere Generationen Zukunft möglich wird.

zur Website der KAB Deutschlands zum Thema "Gut Wirtschaften"