Jahresempfänge

LAG Bayern feiert Jahresempfang

Unterstützung durch die Wissenschaft beim Thema „Erhalt der Regelungen zur Arbeitszeit“

Wertschätzung für die KAB von Seiten der Politik – Dr. Beermann: „Erholung wird Schlüsselbegriff der Zukunft sein“

Weit über achtzig Personen waren auch in diesem Jahr wieder zu Gast beim Jahresempfang der KAB Bayern. Sie sollten es nicht bereuen: neben Grußworten aller demokratischen Parteien im Landtag und lebendiger Musik war auch der Fachvortrag zur Flexibilisierung der Arbeitszeit durch eine Expertin vom Bundesinstitut für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz von hoher Qualität. Auch Rahmen und Buffet ließen auch in diesem Jahr wieder keine Wünsche offen.

Am Anfang stand ein von Landespräses Pfr. Franz Schollerer zelebrierter Gottesdienst, in dem dieser an die großen Aufbrüche in Kirche und Verband erinnerte und die Anwesenden dazu ermahnte, auch heute wieder für Veränderung zu einzutreten. Ihm stand in Pfr. Konrad Seidl der Priester an der Seite, der den Verband ebenfalls recht lange prägte. Positiv gestimmt marschierten die Besucherinnen und Besucher dann ein paar Meter weiter in den Wichernsaal, wo bereits weitere Gäste warteten. Dort begrüßte Peter Ziegler, der neue Landesvorsitzende der KAB Bayern die Ehrengäste, die vom Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken über die Politikerinnen und Politiker der demokratischen Parteien im bayerischen Landtag bis hin zu befreundeten Verbänden und Organisationen wie dem Frauenbund und dem Bund Naturschutz reichten. Auch zahlreiche ehemalige und einige aktuelle Verantwortliche der verschiedenen Ebenen des Verbands waren gekommen.

Besondere Schmankerl waren in diesem Jahr die Lieder des Jazz- und Popchors Amasing, die die Wortbeiträge voneinander absetzten. Auf die Grußworte der politischen Vertreter folgte der Impulsvortrag von Frau Dr. Beermann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die den Verband darin unterstützte, sich für einen Erhalt der Regeln zur Arbeitszeiten stark zu machen. Sie legte dar, dass ihre Ausführungen nicht nur wissenschaftlich fundiert seien, sondern sich auch auf Befragungen von 20.000 Beschäftigten stützten. Bereits heute sei klar, dass die Arbeitswelt immer dichter und komplexer würde. Dasselbe gelte für die Welt der Familie. Daher betonte sie: „Erholung wird ein Schlüsselbegriff der Zukunft sein.“ Wenn alles immer schneller und komplexer werde, stelle man zu Recht die Frage, warum das auch noch verlängert werden solle. Aufgrund der drohenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen mahnte sie eindringlich, sowohl an der Ruhezeitenregelung wie am Achtstundentag festzuhalten. Die Wissenschaft habe sogar erkannt, dass die Produktivität an einem Arbeitstag mit sechs Stunden am höchsten sei.