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04.06.2019

"Den Pflegeplänen müssen nun endlich auch Taten folgen"

„Ein Pflege-Mindestlohn muss weit über dem jetzigen bundesweiten Mindestlohn liegen“, fordert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), nachdem die Bundesminister Franziska Giffey (SPD), Hubertus Heil (SPD) und Jens Spahn (CDU) ihre Pläne heute vorgestellt haben.

Der Sozialverband begrüßt, dass sich die drei Ministerien in der Konzertierten Aktion Pflege auf verbesserte Arbeitsbedingungen und höheren Personaleinsatz geeinigt haben. Davon würden nicht nur die Pflegenden, sondern auch die zu Pflegenden profitieren.

„Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Pflegerinnen und Pfleger in der Altenpflege sind längst überfällig“, betont KAB-Bundesvorsitzende Maria Etl.  In einigen Bundesländern mussten junge Menschen für ihre Ausbildung Schulgeld bezahlen. SPD-Bundesministerin Franziska Giffey kündigte an, neben der bundesweiten Abschaffung des Pflege-Schulgeldes eine faire Ausbildungsvergütung umzusetzen, und somit die Zahl der Auszubildenden um zehn Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus ein am Bedarf orientierter Personalschlüssel eingeführt, die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte beschleunigt werden. 

 

Regierung muss Finanzierung sichern

„Die gesellschaftliche Anerkennung und Notwendigkeit der Pflegearbeit muss sich auch im Portemonnaie der Pflegekräfte deutlich machen“, forderte Etl. Sie begrüßte die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, bessere Gehälter über Mindestlöhne, sowohl für Hilfs- als auch für Fachkräfte, und gleiche Bezahlung in Ost und West einzuführen. „Nur mit fairen Angeboten und weniger Arbeitsbelastungen lassen sich junge Menschen für den Pflegeberuf begeistern. Die Aufstockung des Personals ist daher ein dringender und notwendiger Schritt“, so Etl. Die Bundesvorsitzende forderte daher eine schnelle Umsetzung der Pläne, um den jetzt in der Pflege Tätigen Entlastung und Anerkennung zu teil werden zu lassen. „Dem Pflegeplänen müssen nun endlich auch Taten folgen“, betonte die Vorsitzende des katholischen Sozialverbandes. Sie rief die Pflegeverbände und Politik auf, die Vorhaben zügig umzusetzen. „Gesundheitsminister Spahn muss die Refinanzierung der zusätzlichen Personalkosten sicherstellen“, so Etl.