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25.03.2019

Forderung nach einem armutfesten Mindestlohn von 13,69 Euro

Für eine Anhebung des Mindestlohns auf 13,69 Brutto pro Arbeitsstunde hat sich die KAB Deutschlands ausgesprochen.

Im Rahmen des KAB-Bundesausschusses haben sich die Delegierten auf Grund der Lohnentwicklung und der Arbeitsmarktdaten für eine Anhebung ausgesprochen. Die KAB-Forderung liegt da-mit 4,50 pro Stunde höher als der derzeitige Mindestlohn von 9,19 Euro.  „Arbeit darf nicht zu Armut führen“, fordert KAB-Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann. 

Verstöße gegen Mindestlohngesetz steigen auf über 6000 Fälle in 2018
Gleichzeitig fordert die KAB Deutschlands schärfere Kontrollen seitens des Zolls gegen das Unter-laufen der Mindestlohnregelungen. „Es ist ein Skandal, dass immer mehr Arbeitgeber und Unternehmer den gesetzlichen Mindestlohn den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vorenthalten“, so Luttmer-Bensmann. So hat der Zoll in seinem jüngsten Jahresbericht ausgewiesen, dass die Zahl der Verstöße gegen das Mindestlohngesetz zwischen von 1316 Fällen im Jahr 2015 auf 6220 Fälle im letzten Jahr angestiegen ist. Davon waren über 2740 Fälle, in denen die Arbeitgeber Mindestlohnunterschreitungen begangen haben. „Es wird Zeit, dass der Mindestlohn nicht nur armutsfest gemacht wird, sondern auch jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin diesen auch erhält“, betont der KAB-Bundesvorsitzende. Die KAB fordert den Ausbau und strengere Kontrollen.

Soziales Europa: Verbindliche Reglungen für einen EU-Mindestlohn
Die KAB Deutschlands setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass verbindliche Mindestlohnregelungen für einen Mindestlohn in allen EU-Staaten eingeführt werden. Es müsse endlich Schluss sein mit Lohndumping und Ausbeutung in Deutschland und den anderen EU-Ländern“, fordert der katholische Sozialverband. 

Immer häufiger wird der Mindestlohn nicht gezahlt. Die Delegierten des KAB-Bundesausschusses setzen sich für eine Anpassung des Mindestlohn auf 13,69 Euro pro Stunde aus